In memoriam Werner Ozdoba

Das Schlimme am Tod ist nicht die Tatsache, dass er uns einen geliebten Menschen nimmt, sondern vielmehr, dass er uns mit unseren Erinnerungen allein lässt.

Der Ehrenvorsitzende unseres Vereins – Werner Ozdoba – ist nach über 50 Jahren im Verein für immer von uns gegangen.

Statt der üblichen Worte, die Werner Ozdoba selbst – neben seinen bekannten Verdiensten “um die Sache des Sports und des Fußballverbands Niederrhein” sicherlich nur unzureichend beschreiben würden, möchte ich lieber ein paar Stationen meines eigenen Lebens schildern, welches Werner über 42 Jahre lang begleitet hat und somit mein Sportleben, aber sicherlich auch mein Sozialverhalten nachhaltig beeinflusst hat!

  • Werner hat mich im Januar 1975 als damaliger Jugendleiter im Verein angemeldet, das Passfoto für die Spielberechtigung vor dem Haus meiner Eltern mittels einer Polaroid-Kamera aufgenommen und die Beiträge – nicht nur bei mir bzw. bei meinen Eltern – jahrelang persönlich kassiert.
  • Wir haben gemeinsam viele Ferienfreizeiten – in den Oster- und Sommerferien – verbracht. Legendär waren für mich die Mannschaftsfahrten in das FVN-Freizeitlager in Deitenbach sowie die Fahrten nach Österreich und in die Schweiz und sensationell waren damals natürlich auch die Austauschfahrten nach Wickford (England).
  • Die Weihnachtsfeiern im Jugendhaus an der Meisenburg waren jedes Jahr immer wieder große Nachmittage, auch wenn ich viele Jahre lang bei den Tombolas nur “Blaue Stutzen” gewonnen habe.
  • Werner hat mich als Jugendleiter nicht nur jahrelang begleitet, sondern einige Spielzeiten lang zusätzlich auch noch trainiert. Zu der damaligen Zeit gab es übrigens noch nicht den Luxus, dass die Eltern uns zu den Auswährtsfahrten begleitet haben. Nein, wir sind damals überwiegend mit den gebrauchten Vereinsbussen (Ford Transit und VW Bulli) sowie in der “Ente” des Jugendleiters zu den Spielen gefahren. Was für Erlebnisse!
  • Viele Jahre später konnte nicht nur ich, sondern der ganze Verein von Werner’s Erfahrungen profitieren, die er sich über sehr viele Jahre als Funktionär des Kreises 12 sowie beim FVN erworben hat. Es wäre vermessen, hier alle seiner Tätigkeiten aufzuführen, aber…das Bundesverdienstkreuz am Bande erhält man nicht zu Unrecht!
  • ‘Last but not least’ hat mich Werner während meiner Zeit als Vorstandsmitglied des Vereins permament gefordert, aber sicherlich noch viel mehr gefördert.

Leider kannst du uns nun – gerade in diesem Jahr – auf dem letzten Stück unseres gemeinsamen Weges nicht mehr begleiten, der unserem Verein so wichtig ist!

Werner: Wir werden dich nicht nur sehr vermissen, sondern dir auch ewig dankbar sein!

Wir – die Spvg. Fortuna Essen-Bredeney 1919/21 – übermitteln den Angehörigen unser aufrichtiges Mitgefühl.

U. Rosenbaum