Fortuna II. bezieht Stellung…

15.05.2017: Stellungnahme unserer II. Mannschaft

+++ BREAKING NEWS +++ TC FREISENBRUCH: OFFENBAR PEINLICH BERÜHRTER SOCIAL-MEDIA-YOGI VERARBEITET PEINLICHE PLEITE IN BREDENEY IN NOCH PEINLICHEREM SPIELBERICHT MIT DEM TITEL „PEINLICHE PLEITE IN BREDENEY“ +++

Ein Brief über angeblich unfaire Spielweisen, Fairness im Strafraum, faire Berichterstattung und Fairness im Allgemeinen:

Liebe „Medienabteilung“ des TC Freisenbruch,

etwas länger haben wir überlegt, ob wir auf Euren Spielbericht reagieren. Man befürchtete, im Kreis Essen eventuell als schlechter Verlierer wahrgenommen werden zu können, würde man die untenstehenden Zeilen mit Bezug auf den 7.5.17 noch übersenden. Doch ups – dann ist uns plötzlich aufgefallen, dass wir ja gar nicht verloren, sondern gewonnen haben; und schon waren alle Zweifel ausgeräumt.

Vorab möchten wir Euch beruhigen: Sooo peinlich fanden wir Eure Auftritte sportlich gesehen eigentlich gar nicht! Klar, ihr habt in dieser Saison aus zwei Spielen nur einen Punkt gegen uns geholt… „That’s life!“, könnte man sagen und wohl auch nicht ganz umsonst hieß es schon bei den alten Römern „Don’t fuck with Fortuna!“.

Aber was doch viel wichtiger ist: Prinzipiell haben zumindest wir in Bredeney beide Partien in dieser Saison als ziemlich fair gespielten Fußball erlebt! Okay, vielleicht mit Ausnahme einer Aktion im Hinspiel, bei der unser Kapitän die Erfahrung machen musste, dass einer Eurer >>>“Spieler“<<< (bezeichnenderweise irgendwann während der letzten 30 Minuten) bei Ecke Freisenbruch und dem damit verbundenen Herumstehen der Kicker beider Mannschaften in unserem Strafraum anscheinend gerne und höchst zärtlich in die – natürlich standesgemäß vergoldeten – Bredeneyer Kronjuwelen „kneift“. Man munkelt, Euer Mann hat sich das in einer höheren Liga abgeguckt?! Mit welchem Sinn und Zweck? Etwa zur Ablenkung??? Ein Tor für Euch ist jedenfalls aus der Aktion nicht entstanden…

Das mal außenvorgelassen, waren wir aufgrund der weiter oben beschriebenen, grundsätzlich vorhandenen Fairness aller restlichen Beteiligten aber dann eben doch etwas irritiert ob Eures Spielberichts über unser Aufeinandertreffen in der Rückrunde! Zuerst sei erwähnt, dass es uns natürlich ein wenig traurig gestimmt hat, dass Ihr an einer Stelle von einer „destruktive[n] Mannschaft wie Fortuna Bredeney“ sprecht und nicht auch da von einer taktischen Meisterleistung oder so. Das hätte uns als kleinem, irgendwo im Mittelfeld der Tabelle platziertem Team doch mehr geschmeichelt… Extra deswegen den Mentalcoach zur vergangenen Trainingswoche einbestellt, konnten wir die kleine Enttäuschung über Eure hier etwas negativere Wortwahl jedoch bereits ein Stück weit verarbeiten.

Was uns dagegen wirklich beschäftigt hat, war die folgende Passage:

„[…] Bredeneys Nummer 45 konnte zwei Tore erzielen, fiel aber mehr als ständiger Provokateur und mit seiner unfairen Spielweise auf. Die Zuschauer des Facebook Livestreams hatten auch ihren Kontakt mit ihm. Als er sich wild schimpfend vor der Kamera des TC Freisenbruch aufbaute. […]“

Hatten wir das Spiel so falsch gesehen? Wir fragten in den eigenen Reihen nach und suchten krampfhaft nach verifizierenden Aussagen zu dem von Euch gezeichneten Bild. Neben einigen Meinungen, dass das Wort „als“ doch eigentlich einen Neben- und nicht etwa einen Hauptsatz einleiten müsse, wurde schließlich auch ein besonders cleverer Einfall zur Lösung des Problems in die Runde geworfen: „Schaut Euch doch den Facebook-Livestream vom TC Freisenbruch selbst an!“

Gesagt, getan! Nach kompletter Sicherung und Sichtung des zweiteiligen Blockbusters können wir nur davon ausgehen, dass Ihr den von Euch gefilmten und prinzipiell für alle Welt zugänglichen Mitschnitt der ersten Halbzeit und dort die „schlimmen Ereignisse“ ab Minute 36:40 meint. Dort läuft unser Mann (dessen Namen wir hier nicht noch einmal zu nennen brauchen; das habt Ihr ja freundlicherweise bereits in Eurem Spielbericht gleich mit erledigt) mit hohem Tempo Eurem Spieler in der Nähe der Seitenlinie mehr als fair den Ball ab, passiert beim Auslaufen für die Dauer eines Wimpernschlags Euer Kameraobjektiv, lässt sich dabei ein schnappatmendes „hö“ entlocken und erscheint bereits wenige Sekunden (und einen Kameraschwenk nach links) später wieder in der Nähe des Mittelkreises.

Eine knappe Minute danach entschuldigt er sich in Richtung der Kamera sogar noch für diese Lappalie mit den Worten „Das war nicht böse gemeint, ne…“ und einer beschwichtigenden Geste.

Von „Aufbauen“ vor Eurer Kamera und „wildem Schimpfen“ (wie Ihr es aber ja schreibt) also irgendwie keine Spur, oder? An dieser Stelle ein drei(-zu-eins-)faches „TCF!“ auf die alternativen Fakten!

Ach ja: in der Zwischenzeit betitelt Ihr ihn übrigens noch deutlich hörbar als „Idiot“. Aber das wollen wir an dieser Stelle mal vernachlässigen. Irgendwie verstehen wir nämlich auch Euren Frust: die weiße Nummer 45 war an diesem Tag halt glänzend aufgelegt, hatte bereits nach 17 Minuten einen Doppelpack geschnürt und war auch vor dem dritten Bredeneyer Treffer per Elfmeter (Minute 26) nur durch (zumindest unserer und der Meinung des Schiedsrichters nach) Foulspiel zu bremsen. Etwas übertrieben könnte man daher sagen, dass die weiße 45 schon für die Entscheidung gesorgt hatte, als Eure Spieler noch mit nullkommazweiundzwanzig km/h auf die Platzanlage geschlurft kamen, gedanklich noch ihre Garderobenmarke in der Disco gesucht und sich wahrscheinlich selbst gewundert haben, wie sie es an diesem Tag überhaupt in die Startelf geschafft hatten. Aber ach ja, die legen bei Euch ja die zahlenden Kunden schon vorher fest…

Bleibt noch Eure Formulierung zum „ständige[n] Provokateur“ mit der „unfaire[n] Spielweise“: Ja, unsere weiße 45 hatte zuvor mit der ein oder anderen Schiedsrichterentscheidung gehadert und sich – absolut zu Recht – eine gelbe Karte eingehandelt, als er sich in Richtung des Unparteiischen (und nur dorthin!) in der Wortwahl zwar sachlich, jedoch eindeutig zu lautstark über eine Abseitsentscheidung beschwert hatte. Provokation? Passt hier eher nicht! Seine Spielweise zudem als „unfair“ zu pauschalisieren, lässt uns ein Stück weit an Eurem Sachverstand zweifeln. War er es nicht, der zwar gewohnt körperlich gespielt hatte, aber quasi nicht für physische Aktionen zurückgepfiffen worden war, während er von Euren Spielern gleich mehrfach regelwidrig angegangen wurde (was in der Summe ja schließlich auch zum Elfmeter und dem Platzverweis Eures Verteidigers geführt hat)?

Liebe Medienabteilung! Wir sind trotz allem der Meinung, dass an besagtem Sonntag dennoch fast alles im Rahmen eines normalen Fußballspiels verlief und wir auf dem Feld in dieser Saison zwei gute Partien gegen Euch hatten! Im Sinne aller Eurer Gegner wäre im Nachgang zum sportlichen Teil ein etwas respektvollerer Umgang in der namentlichen Nennung einzelner gegnerischer Akteure und deren Charakterisierungen – im Idealfall gepaart mit etwas Sachverstand, Wahrheit, Objektivität, schriftsprachlicher Freundlichkeit und Bewusstsein über die von Euch mittlerweile zweifelsohne erzeugte, mediale Reichweite – jedoch wünschenswert.

Vielleicht hilft es Euch beim nächsten Mal, erst einmal eine Nacht drüber zu schlafen?! Am Bergmannsbusch soll einen dabei ja höchstens der Uhu stören, der mit der Maus im Schnabel noch schnell online gegen höhere Bierpreise im Waldstadion stimmt.

Bevor wir uns verabschieden, wollen wir an dieser Stelle noch allen Spielern des TC Freisenbruch zur sportlich hochverdienten Meisterschaft und dem Aufstieg in die Kreisliga A gratulieren! Ihr habt einen super Job gemacht und werdet das auch nächstes Jahr tun!!!

Euer Medientyp wird es bis dahin sicher noch lernen…

Sportliche Grüße,

Fortuna II