Auswirkungen des Gutachtens

Höhere Kosten für den Verein?

Im Juni 2015 wurde ein von der Gemeindeprüfungsanstalt bei Wirtschaftsprüfern (Rödl & Partner GbR) beauftragtes Gutachten zur “Erschließung von Konsolidierungspotenzialen bei den Sport- und Bäderbetrieben der Stadt Essen” veröffentlicht. Hierüber haben wir schon mehrfach kurz berichtet.

Auch die Medien berichteten hierzu des Öfteren. Der ESPO – Dachverband aller Essener Sportvereine – hat das Gutachten während der Schulferien ausführlich bewertet und in großen Teilen für falsch erklärt. Darüber hinaus gab es schon die Möglichkeit, direkten Einfluß zu nehmen. Erstens bei der Ausschusssitzung der Sport- und Bäderbetriebe am 26.08.2015, beim OB-Kandidatengespräch am 01.09.2015 und zuletzt am 09.09.2015 beim Bezirksgespräch. Wir waren hier bereits dabei.

Fortuna Bredeney hat sich aber nun auch mit den möglichen Auswirkungen auf unseren Verein auseinandergesetzt, wenn dieses Gutachten so oder in Teilen umgesetzt werden würde.

Der für uns wichtigste Posten in diesem Gutachten ist unserer Auffassung nach die Sportstättennutzungsgebühr. Hier schlägt der Wirtschaftsprüfer eine Erhöhung um sage und schreibe 200% vor. Sollte der Rat der Stadt Essen dieser Empfehlung folgen, bedeutet das für unseren Verein eine jährliche Mehrbelastung in Höhe von 2.700,- EUR.

Diese zusätzlichen Kosten sind im Vereinsetat nicht eingeplant bzw. im zur Verfügung stehenden Budget nicht enthalten. Wir kämen also nicht umhin, diese Mehrbelastung über eine Anhebung der Mitgliedsbeiträge um monatlich 1,- EUR zu refinanzieren.

Aber: Noch ist es nicht soweit. Es gibt einen Konsens bei den Essener Sportvereinen, diese und die anderen Pillen, die uns wahrscheinlich nicht betreffen würden, nicht stillschweigend zu schlucken. Deswegen möchten wir Sie/euch – liebe Mitglieder – ermuntern uns zu unterstützen, wenn es hier zu Maßnahmen kommt, die der Politik aufzeigen sollen.

Wie geht es nun weiter?

Die Stadt hat hierzu gestern (10.09.2015) folgende Pressemitteilung herausgegeben:

Andreas Bomheuer, Geschäftsbereichsvorstand Kultur, Integration und Sport, hat heute den von Oberbürgermeister Reinhard Paß angekündigten Dialogprozess gestartet. An der ersten Sitzung des Lenkungskreises nahmen Vertreterinnen und Vertreter der Essener Sportpolitik, des Essener Sportbundes (ESPO) sowie verschiedener weiterer Bereiche der Stadtverwaltung teil.

Dabei wurden bereits erste Fragen und Anregungen von Seiten der Sportpolitik wie auch des ESPO aufgenommen. Weiter bearbeitet wird dies nun von einer dem Lenkungskreis untergeordneten Projektgruppe. Sie setzt sich aus Teilen der Verwaltung zusammen und wird Vorschläge erarbeiten, die dann dem Lenkungskreis zur weiteren Beratung vorgelegt werden.

Ziel des Prozesses und gleichzeitig Auftrag des Oberbürgermeister ist es, die Ergebnisse des Gutachters zu sichten, zu bewerten und auf der Grundlage eines größtmöglichen Konsenses auf ihre Umsetzbarkeit hin zu überprüfen.

Wir nehmen dieses Thema sehr ernst, möchten aber keine unnötigen Ängste schüren und halten Sie/euch selbstverständlich auf dem Laufenden bzw. leiten evtl. Maßnahmen – wie z.B. gemeinsame Demonstrationen mit allen anderen Sportvereinen – ein, wenn es die Sache erfordert.